Jugendkunstwerkstatt

Workshop


Thema: „Europa-Quo vadis?“
Künstler: Sima Niroumand

Euroclash, was bedeutet das für Euch? Was läuft gut in Europa, was schlecht?
Und weiter: Europa, wo soll es hin gehen?

In diesem Workshop habt ihr die Möglichkeit die Rolle Europas in eurem Leben zu hinterfragen und Ideen entwickeln, wie es mit ihr weitergehen kann. Durch die Arbeit mit den verschiedenen Materialien und den verschiedenen Aufgaben (Logoentwicklung/Plakatentwurf/etc.) könnt ihr erste Erfahrungen in den grafischen Techniken erlangen.
Wir gründen eine politische Bewegung für die Dauer des Kunstreichs und Entwerfen Logos und Propagandamittel um eure Ideen zu verbreiten!


Thema: „Atmosphäre eines Landes einfangen“
Künstler: Jan Schröder

Die Teilnehmer werden gebeten Fotografien oder andere visuelle Impressionen aus verschiedenen europäischen Ländern mitzubringen. Am besten sie sind schon auf einem Stick gelagen.

Jeder der Teilnehmer arbeitet zunächst auf einer 1mx1m Leinwand. Darauf wird über Beamer ein typisches Urlaubsbild aus einem europäischen Land projiziert. Keine Personen, weil das die Sache gleich sehr viel schwieriger machen würde. Mit Rembrandt-Kreiden werden die Umrisse aus dem dargestellten Bild sowie die unterschiedlichen Farbwerte auf die Leinwand übertragen. Dann beginnt das eigentliche Malen mithilfe von Caparolbinder und weißer Wandfarbe und verschiedenen Pinseln. Der Binder wie auch die Wandfarbe trocknen ziemlich schnell und können bei Bedarf immer wieder übermalt und korrigiert werden.

Auf diese Weise soll die besondere Stimmung eines Landes und ihrer Landschaft eingefangen werden: saftiges aber verregnetes Grün aus England oder Irland, Nebel über Tälern aus Schweden oder Norwegen, Schroffe Felsen aus der Schweiz, Lieblichkeiten aus der Toscana oder vertrocknete, schottrige Hänge in der Estramadura.

Diese Technik hatten wir bisher noch nicht auf dem Kunstreich. Experimentierfreude ist also gefragt und neue Erfahrungen garantiert!


Thema: „Neuro(bri)tische Postkarten oder „God shave the Queen!“ –
Dekonstruktion und Rekonstruktion von Memorabilien einer Königsnation “

Künstler: Colin Murphy

Typisch britisch? Exzentrisch? Bizarr?

Was steckt hinter all dem Krimskrams, den Ihr an jeder Ecke in Central London und Brighton kaufen könnt? Klischee oder Wahrheit? Bei Eurer Ankunft werden viele davon bereit stehen und erst mal genau unter die Lupe genommen. Vielleicht habt Ihr ja auch selber welche, die Ihr mitbringen könnt.

Nicht nur die britische Nation soll hier im Mittelpunkt stehen. Ihr seid herzlich dazu angehalten typische Souvenirs aus anderen europäischen Ländern mitzubringen.

Zuerst sollen ausgewählte Fragmente dieser Sachen zeichnerisch festgehalten und anschließend in verschiedenen Techniken neu kombiniert und/oder ergänzt werden, um die ursprüngliche Bildaussage zu verändern. (Englischer) Humor und Freude am Experimentieren ist für diesen Kurs Voraussetzung!

Das Ziel dieses Kurses ist, eine Reihe fantasievoller und überdimensionierter Postkarten zu gestalten (ca. 80cm x 60cm, Din A2), deren Bildsprache von einem „Neuro(bri)tische“ Volk erzählen.

Zum Schluss werden wir gemeinsam überlegen, wie Ihr Eure fertigen Postkarten in den Modulen für die Abschlussausstellung präsentieren wollt.


Thema: „Textile Menschlichkeit“
Künstler: Justyna Koeke

In dem Textilworkshop wird die Thematik des menschlichen Zusammenseins in Europa auf vielen verschiedenen Ebenen reflektiert.
Als textile Objekte sind Gesichter und ganze Menschen angedacht. Diese werden als Skulpturen in die große Installation integriert und treten so in Interaktion mit anderen Vorstellungen von Europa.

Wer Spaß hat  von Hand zu nähen, kleben und sticken ist in meiner Gruppe herzlich willkommen.


Thema: „Steck den Kopf in die Wand“
Künstler: Hendrik Vogel

Wenn man in ein Land kommt in dem man die Landessprache nicht beherrscht taucht man automatisch in eine neue akustische Welt ein. Sprache klingt dann wie Töne oder Musik.  Portugiesisch klingt anders wie Deutsch, Polnisch anders wie Italienisch.  So gesehen hat jede Kultur auch seine eigene Klangkultur,  mal ganz abgesehen von der einheimischen Musik. 

Wie ist das sich aus seiner gewohnten Klangwelt zu lösen und in eine andere Welt akustisch abzutauchen? Wie sehr lenkt uns das was wir sehen von dem was wir hören ab?

Im Workshop möchte ich solche Klangwelten erschaffen, die es dem Besucher  der Ausstellung ermöglichen sollen, aus der Ausstellung abzutauchen, und in eine andere Welt einzutauchen.

Wir bauen mehrere Module die von außen geschlossen sind, nur an einer Seite  gibt es ein Loch um den Kopf hineinzustecken. Die Module sind im Inneren mit  mehreren Lautsprechern ausgestattet. Wir produzieren den Sound der zu hören  sein wird und bestimmen welche Sounds aus welchem der 6 Lautsprecher im Inneren zu hören sein sollen.Was passiert in diesem Bereich wenn Sounds aufeinandertreffen?
Welcher Sound kommt von wo?
Wie wählt man Sounds aus?

Mit der Software Ableton Live, lernt ihr wie ihr im Handumdrehen den eigenen Sourroundsound steuern könnt und Klang mehr ist als nur Musik die aus Boxen kommt. Wir werden Sounds dafür suchen,   selber aufnehmen und bearbeiten und eine Klangcollage gestalten,  die bei der Präsentation live von euch gesteuert werden kann.